Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 19.07.2026 · Version 1.0
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über Hosting-Leistungen (insbesondere vServer, Gameserver, Mail-Hosting und Domainregistrierung) zwischen der Draxento UG (haftungsbeschränkt), Am Schwemmbach 6, 99099 Erfurt (nachfolgend „Anbieter"), und ihren Kunden.
(2) Abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(3) Das Angebot richtet sich sowohl an Verbraucher (§ 13 BGB) als auch an Unternehmer (§ 14 BGB). Voraussetzung für die Registrierung ist ein Mindestalter von 14 Jahren; der Abschluss entgeltlicher Verträge durch Minderjährige bedarf der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein bindendes Angebot des Anbieters dar, sondern eine Aufforderung zur Bestellung.
(2) Mit dem Absenden einer Bestellung über das Kundenkonto gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung bestätigt oder mit der Bereitstellung der Leistung beginnt.
(3) Für die Registrierung des Kundenkontos sind wahrheitsgemäße und vollständige Angaben erforderlich; Änderungen der Daten (insbesondere der Rechnungsanschrift und E-Mail-Adresse) sind unverzüglich im Kundenkonto zu aktualisieren.
§ 3 Leistungen
(1) Der konkrete Leistungsumfang (z. B. Rechenleistung, Arbeitsspeicher, Speicherplatz, Datenübertragungsvolumen, Laufzeit) ergibt sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung bei der Bestellung.
(2) Der Anbieter stellt dem Kunden die vereinbarten Ressourcen auf Servern in einem Rechenzentrum in Deutschland zur Verfügung. Die Administration der vom Kunden betriebenen Systeme und Inhalte obliegt dem Kunden, soweit nichts anderes vereinbart ist.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, die eingesetzte Technik zu modernisieren, sofern hierdurch der vertraglich geschuldete Leistungsumfang nicht eingeschränkt wird.
§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung angegebenen Preise. Als Kleinunternehmer im Sinne von § 19 Abs. 1 UStG berechnet der Anbieter keine Umsatzsteuer und weist diese nicht aus.
(2) Die Abrechnung erfolgt über Sammelrechnungen zum individuellen Rechnungstag des Kunden oder über Guthaben (Prepaid-Credit), soweit angeboten. Rechnungen werden elektronisch im Kundenkonto bereitgestellt und sind, soweit nicht anders angegeben, innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsstellung ohne Abzug zahlbar.
(3) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Mahnungen zu versenden. Für die zweite Mahnung wird eine Mahngebühr von 2,50 €, für die letzte Mahnung von 5,00 € erhoben; die Geltendmachung weiteren Verzugsschadens bleibt vorbehalten.
(4) Gerät der Kunde mit Zahlungen in Verzug, ist der Anbieter nach erfolgloser Mahnung berechtigt, die Leistungen zu sperren (§ 9) und bei fortdauerndem Verzug außerordentlich zu kündigen.
§ 5 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Verträge werden über die bei der Bestellung gewählte Laufzeit bzw. das gewählte Abrechnungsintervall geschlossen und verlängern sich jeweils um dieses Intervall, wenn sie nicht zum Ende der laufenden Periode gekündigt werden.
(2) Die Kündigung einzelner Leistungen erfolgt über das Kundenkonto; das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(3) Nach Vertragsende werden die dem Dienst zugeordneten Daten (z. B. Server-Images, Speicherinhalte) gelöscht. Der Kunde ist für die rechtzeitige Sicherung seiner Daten vor Vertragsende selbst verantwortlich (§ 8).
§ 6 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde hat seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Er haftet für Handlungen, die unter Nutzung seines Kontos vorgenommen werden, soweit er diese zu vertreten hat.
(2) Der Kunde verpflichtet sich, über die Dienste keine rechtswidrigen Inhalte zu speichern oder zu verbreiten und keine rechtswidrigen Handlungen vorzunehmen. Untersagt sind insbesondere: Verletzungen von Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechten, der Versand unverlangter Werbung (Spam), Angriffe auf fremde Systeme (z. B. DDoS, Portscans ohne Erlaubnis), der Betrieb von Schadsoftware sowie strafbare Inhalte jeder Art.
(3) Der Kunde stellt sicher, dass durch seine Anwendungen keine Störungen der Infrastruktur des Anbieters oder Dritter ausgehen. Bei konkreten Anhaltspunkten für Verstöße ist der Anbieter zur Sperrung nach § 9 berechtigt.
(4) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung der Leistungen durch den Kunden beruhen, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung, es sei denn, der Kunde hat den Verstoß nicht zu vertreten.
§ 7 Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Anbieter strebt eine hohe Verfügbarkeit der Systeme im Jahresmittel an. Hiervon ausgenommen sind Zeiten, in denen die Systeme aufgrund von geplanten Wartungsarbeiten, Ereignissen höherer Gewalt oder Umständen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (z. B. Angriffe Dritter, Störungen von Zuleitungen), nicht erreichbar sind.
(2) Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, rechtzeitig angekündigt und in nutzungsarme Zeiten gelegt.
§ 8 Datensicherung
(1) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich, soweit nicht ausdrücklich eine Backup-Leistung des Anbieters vereinbart ist.
(2) Soweit der Anbieter Snapshot- oder Backup-Funktionen bereitstellt, ersetzen diese keine eigene Datensicherung des Kunden außerhalb der Systeme des Anbieters.
§ 9 Sperrung und außerordentliche Kündigung
(1) Der Anbieter ist berechtigt, Leistungen vorübergehend zu sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Kunde gegen § 6 verstößt, von den Systemen des Kunden Störungen oder Angriffe ausgehen oder eine behördliche bzw. gerichtliche Anordnung dies verlangt. Die Sperrung ist auf das erforderliche Maß zu beschränken; der Kunde wird, soweit zulässig und möglich, informiert.
(2) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gegen § 6 sowie bei Zahlungsverzug trotz Mahnung vor.
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit und nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf; in diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Für Datenverluste haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden (§ 8) eingetreten wäre.
§ 11 Domainregistrierung
(1) Bei der Registrierung von Domains wird der Anbieter im Verhältnis zwischen dem Kunden und der jeweiligen Vergabestelle (Registry) bzw. dem Registrar lediglich als Vermittler tätig. Es gelten ergänzend die Registrierungsbedingungen der jeweiligen Vergabestelle und des Registrars.
(2) Ein Anspruch auf Registrierung einer bestimmten Domain besteht erst mit der Bestätigung durch die Vergabestelle. Der Kunde gewährleistet, dass die von ihm angegebenen Inhaberdaten zutreffend sind und die Domain keine Rechte Dritter verletzt.
§ 12 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu. Der Widerruf kann formlos gegenüber dem Anbieter erklärt werden (Draxento UG (haftungsbeschränkt), Am Schwemmbach 6, 99099 Erfurt, E-Mail: [email protected]).
(2) Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass der Anbieter mit der Ausführung der Dienstleistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt (z. B. sofortige Bereitstellung eines Servers), so hat er im Falle des Widerrufs einen angemessenen Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen zu zahlen. Das Widerrufsrecht erlischt, wenn die Dienstleistung vollständig erbracht wurde und mit der Ausführung erst begonnen wurde, nachdem der Verbraucher hierzu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und seine Kenntnis vom Erlöschen des Widerrufsrechts bestätigt hat (§ 356 Abs. 4 BGB).
§ 13 Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts ihres gewöhnlichen Aufenthaltsstaats entzogen wird.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
(3) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die Änderung unter Berücksichtigung der Interessen des Anbieters für den Kunden zumutbar ist. Änderungen werden dem Kunden mindestens vier Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt; widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Folge wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.